Fahrradversicherung – So sichern Sie Ihr Bike vor Diebstählen

Die Anzahl der Fahrradfahrer steigt jedes Jahr beständig an. Wurden im Jahr 2005 lediglich 67 Millionen Fahrräder in Deutschland registriert, belief sich die Zahl der Fahrräder 2019 bereits auf 76 Millionen. Dieser Zuwachs des deutschen Fahrradbestandes liegt einerseits an der Urbanisierung. Die Städte wachsen jährlich und das beliebteste Fortbewegungsmittel innerhalb der deutschen Metropolen ist und bleibt das Fahrrad. Diese Entwicklung verstärkte sich in den letzten drei Jahren nochmals, da die Menschen zudem mehr für die Umwelt tun möchten. Das Transportmittel Fahrrad ist also ein heiß begehrtes Gut, dass auch gerne mal Dieben zum Opfer fällt. Wenn Sie Ihren Drahtesel nicht ohne Weiteres aufs Spiel setzen möchten, sollten Sie dringend Ihr bestes Stück versichern lassen.

(Quelle: Pexels, 28.05.2021 
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Ist ein Versicherungsschutz wirklich notwendig?
In Großstädten wie München, Berlin und Köln stehen Diebstähle an der Tagesordnung. Die Kriminellen sind gut organisiert und schlagen bei jeder sich bietenden Gelegenheit ohne Gnade zu. Besonders Fahrräder sind ein beliebtes Ziel der Verbrecher. Sie sind sehr praktisch für den Eigengebrauch und lassen sich für gutes Geld veräußern. Die Polizei in Deutschland wurde im Jahr 2017 über 300.000 abhandengekommene Fahrräder informiert. Diese Zahl spiegelt jedoch nur die gemeldeten Fälle wider. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Führt man sich diese Fakten klar vor Augen, wird klar, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass das eigene Fahrrad gestohlen wird. Aus diesem Grund wird geraten, die nötigen Vorkehrungen zu treffen und eine Fahrradversicherung abzuschließen.

Hausratversicherung als Retter in der Not
Die Hausratversicherung dient dazu, den Hausrat gegen Schäden und Diebstahl abzusichern. Das heißt, dass Einrichtungsgegenstände, Verbrauchsgegenstände, Schmuck, Wertpapiere und Unterhaltungselektronik erstattet werden, wenn es zu einem Wasserschaden kommt oder beispielsweise ein Feuer ausbricht. Der Versicherungsschutz umfasst jedoch nicht nur die Wohnfläche, sondern erstreckt sich auch auf die Terrasse, die Garage, Kellerräume und sonstige Gebäude, die sich auf dem Grundstück befinden. Infolgedessen ist in gewisser Art und Weise auch eine Fahrradversicherung in dem Schutz integriert. Allerdings werden die Drahtesel nur erstattet, wenn sie im Zuge eines Einbruchs auf dem Grundstück entwendet werden. Es empfiehlt sich, zudem ein Fahrradschloss anzubringen. Außerhalb von den geschlossenen Räumen übernimmt die Versicherung die Erstattungskosten nicht.

Versicherungsschutz mittels spezieller Fahrradversicherungen
Aufgrund der hohen Nachfrage konnten sich in den letzten Jahrzehnten auch immer häufiger spezielle Fahrradversicherungen durchsetzen. Diese decken nicht nur den Diebstahl des Bikes ab, sondern kommen auch für Reparaturkosten und anderweitige Leistungen bei Unfällen auf. Da mittlerweile eine Vielzahl solcher Versicherungen existieren, bietet es sich an, die Policen genau unter die Lupe zu nehmen. Folgende Anhaltspunkte können Sie als Orientierung verwenden:

  • Kaufpreis: Versicherungen nehmen oftmals nur Fahrräder auf, die einen Kaufpreis von 6.000 Euro nicht überschreiten.
  • Zubehör und persönliche Gegenstände: Diese sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
  • Gebrauchtes Rad: Checken Sie, ob auch gebrauchte Fahrräder in den Schutz integriert werden können.
  • Sportveranstaltungen: Einige Versicherungen weigern sich für Schäden während Wettkämpfen, professionellen Trainingseinheiten und Radsportveranstaltungen aufzukommen.
  •  Urlaub: Sind Pick-Up-Service und Schutzbrief enthalten?
  • Versicherungsbeitrag: Sinkt dieser, bei Codierung des Rads?
  • Reparatur oder Ersatzfahrrad?

Mit welchen Beiträgen können Sie rechnen?
Die Beiträge für spezielle Fahrradversicherungen haben einen stolzen Preis. Besitzen Sie ein Bike, dass 1000 Euro kostet, müssen Sie mit monatlichen Kosten zwischen 90 und 220 Euro rechnen. Diese Ausgaben rentieren sich in der Regel bei einem Standardfahrrad nicht, sondern sollten nur bei teuren Modellen zum Tragen kommen. Es empfiehlt sich dementsprechend, auf die Hausratversicherung zurückzugreifen und das Fahrrad mittels Zusatzversicherung außerhalb des eigenen Grundstückes abzusichern.

Wie gehen Sie im Ernstfall vor?

Es ist wichtig, dass Sie der Versicherung im Ernstfall Folgendes vorlegen können:

  • Kaufbeleg
  • Unterlagen des Fahrrads
  • Wichtige Informationen wie Hersteller, Rahmennummer etc.

Sollten Sie feststellen, dass Ihr Rad entwendet wurde, dann müssen Sie sich unbedingt bei der zuständigen Polizeibehörde melden. Im Anschluss daran kontaktieren Sie Ihren Versicherer nach einer Frist von drei Wochen und beschreiben die Situation ausführlich. Ist Ihr Fahrrad bis zu diesem Zeitpunkt nicht wieder aufgetaucht, haben Sie Anspruch auf eine Entschädigung der Versicherung.