Fahrrad statt Auto

Warum Fahrrad fahren?

Gerade am Jahresanfang steht der Wunsch nach mehr Gesundheit und Fitness ganz oben auf der Liste der Vorsätze. Viele wollen mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren. Warum also nicht mal das Auto gegen das Fahrrad tauschen? Hier finden Sie gute Argumente zum Umstieg auf das Fahrrad im Alltag.

Es geht kaum klimaneutraler, als mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Gleichzeitig steigen die eigene Fitness und Ausdauer. Benzin- und Dieselpreise machen den Umstieg leicht. Mittlerweile sind viele Städte auch von Fahrverboten betroffen, die Fahrradfahrer links liegen lassen können. Grundsätzlich eignet sich das Fahrrad als Transportmittel für jeden, egal welchen Alters.

Beachten vor dem Umstieg

Wer lange nicht mehr Rad gefahren ist oder vielleicht gar keins mehr besitzt, sollte erstmal ein paar Proberunden auf einem geliehenen Rad drehen, um wieder ein Gefühl für das Radfahren zu bekommen. Verlernen kann man es nicht, aber manchmal ist die Koordination etwas eingerostet. Mit etwas Übung ist jeder wieder schnell dabei.

Studien belegen, dass Großstadtstraßen sicherer werden, wenn es mehr ausgebaute Fahrradwege gibt. Davon können auch Fußgänger und Anwohner von lärmgeplagten Stadtvierteln profitieren.

Das richtige Fahrrad, Kleidung und Zubehör

Das richtige Fahrrad, eingestellt auf die eigenen Bedürfnisse, ist ein Muss für jeden, der langfristig aufs Rad umsteigen will. Hierbei kommt es besonders auf die Ansprüche für den Einsatzzweck an.

• Sollen mit dem Fahrrad Lasten transportiert werden, wie Einkäufe oder Kinder?
• Oder soll es ein sportliches Rad sein, (ein Rennrad, ein MTB o. ä.), um möglichst schnell dynamisch sein zu können?

Am besten informiert man sich im Fachhandel vor Ort. In fahrradfreundlichen Großstädten wie Hamburg, Bremen, München und  Berlin gibt es ein besonders umfangreiches Angebot für kompetente Beratung durch den Fachhandel.  Mit einer großen Auswahl an Fahrrädern, Zubehör und Kleidung wird man hier jedem Bedürfnis gerecht. Die Beratung hilft beim Umstieg aufs Rad und vermittelt auch sonst hilfreiche Hinweise.

Vorteile  Fahrrad kontra Auto

• Zeit sparen – Nicht nur, wer es eilig hat, ist mit dem Fahrrad als Transportmittel gut bedient. Fahrradfahrer können viel Zeit sparen. In manchen Städten gibt es eigene Ampelschaltungen für Radfahrer. Am Stau können sie meist direkt rechts vorbeifahren. Die Parkplatzsuche ist kein Problem mehr, denn das Fahrrad kann fast überall angeschlossen werden.

• Geld sparen – Wer eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr kauft, bezahlt im Schnitt 120 Euro pro Monat. Autofahrer kommen sogar auf monatliche Kosten von bis zu 300 Euro. Ein Fahrrad ist bereits ab 500 Euro erhältlich und hält durchschnittlich fünf Jahre. Damit haben Fahrradfahrer Geld gespart und der Umwelt geholfen.

• Fit und schlank – Nur durchs Radfahren bekommt niemand einen Traumkörper, trotzdem hilft Radfahren mehr als Joggen. Beim Radfahren werden mehr Kalorien verbrannt. Die Ausdauer wird verbessert und die Bewegung an der frischen Luft stärkt den Kreislauf – kurz: Radeln fördert die Gesundheit. Die WHO hat herausgefunden, dass Radfahrer jährlich bis zu 2.000 Euro an Arztkosten durch ihren Sport einsparen. Viele können sich so auch das teure Fitnessstudio sparen und machen trotzdem regelmäßig Sport.

• In der Stadt und auf dem Land – Es bleibt jedem selbst überlassen, ob man wirklich alle Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen will. Aber selbst wer vom Land in die Stadt pendelt, kann sein Fahrrad mitnehmen. Der Weg zum und vom Zug wird flexibler und bequemer.
Familien mit Kindern können mit einem entsprechenden Anhänger oder einer Sitzschale auch die Kleinsten mitnehmen. So wird das Fahrradfahren zum Erlebnis für die ganze Familie.

• Orte und Natur entdecken – Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist flexibel. Außerdem können Abkürzungen genommen werden, die für Autofahrer versperrt sind. So entdecken Radfahrer neue Orte und vorher unbekannte Geschäfte neu. Schon hinter der nächsten Ecke kann ein unbekannter Ort zum Verweilen und Erkunden einladen.

• Nachhaltigkeit – Kein Transpormittel ist so CO2-neutral wie das Fahrrad. Es macht keinen Lärm und produziert keine Abgase. Davon profitieren nicht nur der Fahrer selbst, sondern auch Fußgänger und Anwohner. Kein Wunder also, dass so viele Großstädte mehr Fahrräder auf die Straße bringen wollen und ihr Stadtkonzept anpassen.

• Es geht auch mit Motor – Das E-Bike oder Pedelec ist mittlerweile kaum noch vom normalen Fahrrad zu unterscheiden. Der Antrieb hilft eine längere Strecke zu bewältigen oder gibt Anschub für den nächsten Anstieg. So wird das regelmäßige Radfahren auch für Senioren wieder interessanter, die bislang vielleicht vor der Anstrengung zurückgescheut sind. Weitere Hinweise finden Sie hier>>

• Spaßfaktor – Radfahren ist geselliger, als man denkt. Schließlich kann jederzeit gebremst werden, um ein Gespräch mit einem guten Bekannten zu führen. Radfahrer sind entspannter als Autofahrer. Hier gibt es keine Drängler, Raser oder Staus, über die man sich aufregen müsste. Somit schont Radfahren auch die Nerven. Familien können gemeinsam mehr Zeit verbringen, wenn sie gemeinsam zur Schule oder Kita radeln.
Verkehrsregeln beachten

Immer wieder beklagen sich Fußgänger und Polizei über Fahrradfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Daher gilt: Erstmal klären, welche Verkehrsregeln für die eigene Fahrt wichtig sind. Im Zusammenspiel mit dem Stadtverkehr kommt es hier häufig zu Unfällen.

Fazit

Der Umstieg auf das Fahrrad als Haupttransportmittel lohnt sich nicht nur finanziell, sondern bringt meist einen ganz neuen Blick auf die eigene Stadt. Radwege sind oft noch nicht flächendeckend ausgebaut, aber mehr Fahrräder auf der Straße sorgen für mehr Druck, dass dieser Mangel behoben wird. Die positive Klimabilanz sollte jeden zum Radfahren ermuntern.

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